Auch der Blog ist umgezogen!

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10 Tipps für mehr Produktivität und Erfolg  

(Lesezeit: 4 Minuten)


 
1.       Produktiv arbeiten mit dem 15-Minuten-Prinzip
 
Studien haben ergeben, dass man in den ersten 15 Minuten einer Arbeitsaufgabe am produktivsten ist. Diese Erkenntnis kann man nutzen. Steigere deine Produktivität mit einem Höchstmaß an Fokus und Konzentration:
 

  •  Blocke feste Zeiten für bestimmte Tätigkeiten am Tag z.B. für E-Mails, Recherche, Meetings etc. 
  •  Überlegen vorher, was genau recherchiert oder erledigt werden soll und arbeite konzentriert für 15-Minuten daran
  •  Lege danach eine kurze Pause ein und/oder geh eine andere Aufgabe an
  •  Zerlege größere Arbeiten in Teilschritte
  •  Plane Puffer für Unvorhergesehenes ein

 
2.       Konzentriere dich auf eine Sache

Fernsehschauen, Essen und nebenbei Instagram checken. Kommt dir bekannt vor? Wer zu viel auf einmal will verzettelt sich oft und benötigt dadurch letztlich viel länger. Schluss damit. Konzentriere dich immer auf eine Sache. Klingt simpel, aber wenn man es ausprobiert, merkt man schnell wie schwer es fällt. Es gibt nichts Unhöflicheres, als bei einem Gespräch oder in einem Meeting ständig aufs Handy zu starren. Egal was du tust: Du bist hier und jetzt – also konzentriere dich auch darauf.

3.       Die 5/5 Regel

Wenn du dich über etwas ärgerst oder aufregst überlege, ob es langfristig einen Einfluss auf dein Leben oder deine Ziele hat. Wenn es in 5 Jahren keine Rolle mehr spielt, verschwende auch nicht mehr als 5 Minuten Zeit um dich darüber aufzuregen. Zeit ist kostbar.
Schärfe dein Mindset und fokussiere dich auf deine Ziele. Gebe Energiefressern keine Chance.

4.      Sei ehrlich

Viele haben Angst ehrlich zu sein. Dabei bringt es dich (und andere) nicht weiter.  Spreche Meinungen und Ansichten offen aus. Ein höfliches nein ist viel effektiver als langes rumeiern. Das Thema kann abgehakt werden, der Kopf ist frei für die wirklich wichtigen Dinge und neue Ideen. Ehrlich sein bedeutet auch, sich selbst und andere respektvoll wahrnehmen und damit umzugehen. Konstruktive Kritik kann in positive Energie umgewandelt werden, neue Impulse geben. Das bringt einen viel weiter als manches bequeme Wort.

5.       Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Es immer der erste Schritt, der dich voran bringt. Auch wenn eine Sache oder ein Plan (für dich) noch nicht perfekt ist, kannst du dennoch anfangen. Der Zeitpunkt wird womöglich nie „perfekt“ sein. Muss er auch nicht. Suche keine Gründe dagegen, sondern dafür. Plane kleine Teilschritte.
Der erste Schritt ist immer der Anfang von jedem Weg. Man muss erst TUN um etwas zu verändern. Fang an!

6.       Begrenze dich nicht selbst

Du hast es bestimmt schon Mal gehört: „Das haben wir noch nie so gemacht“ „Das hat bis jetzt noch keiner geschafft, versuch es gar nicht erst“. Aber: Nur, weil es bislang keiner geschafft hat, heißt es noch lange nicht, dass du auch daran scheitern wirst. Es bedeutet auch, andere haben es auf ihre Art nicht geschafft, aber du vielleicht auf deine! Lass dich nicht beirren, geh deinen Weg! Wenn du Bock auf etwas hast, probiere es aus – es wird dich weiterbringen.

7.       Entdecke deine Möglichkeiten

Befreie dich von jeglichem Druck und finde deinen eigenen Weg. Schau dich um, lerne von anderen, aber bleibe dir stets selber treu. Denn genau das macht dich aus, das macht dich besonders und einzigartig. Wenn du dir noch nicht ganz im Klaren bist was du möchtest oder was dich ausmacht, nehme dir bewusst Zeit und finde es heraus:

  •   Welche Wünsche & Träume hast oder hattest du? 
  •   Was wolltest du als Kind immer mal werden? 
  •   Für was brennst du? 
  •   Was macht dich glücklich? 
  •   Was kannst du besonders gut? 
  •   Mit was kommen Menschen zu dir?


8.       Fehler sind wichtige Erfahrungen

Du kannst keine Fehler machen, nur Erfahrungen sammeln. Klappt etwas nicht, lerne daraus und mach es beim nächsten Mal besser. Sehe als Chance, zu lernen und zu optimieren. So wirst du zum Experten. Nur wenn du Dinge selber ausprobierst, wirst du die Erfahrung und somit das Learning aus dieser Situation heraus ziehen können. Und Erfahrungen sind super wichtig auf deinem Weg zum Erfolg!

9.       Investiere in dich

Zeit und Geld sind kostbare Güter. Nutze beide so gewinnbringend du kannst für dich selbst.  Bücher, Workshops, Seminare, Webinare, Vorträge, Podcasts – die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.
Nimm dir bewusst Zeit für deine Weiterbildung. Viele Dinge gibt es kostenlos. Auch eine Aus- oder Weiterbildung, die dich persönlich oder beruflich weiterbringt, ist eine absolut lohnenswerte Investition und wird sich langfristig auszahlen.

10.    Vergleiche dich nicht mit anderen

Du bist  du – und das ist auch gut so. Alle anderen gibt es schon. Vergleiche dich nicht. Fokussiere dich auf deinen Weg und deine Ziele. Nur du hast diese Gedanken, diese Ideen, diese Talente. Es gibt Momente, in denen du an dir zweifeln wirst. Oder Menschen, die dich bewusst klein halten wollen. Sie haben nur Angst vor deiner Stärke. Sie begrenzen sich selbst und wollen auch dich begrenzen. Lasse es nicht zu! Schöpfe auch aus diesen Situationen neue Energie. Zeig es ihnen. Jetzt erst recht!



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Farben und ihre psychologische Wirkung  

(Lesezeit: 7 Minuten)


 

Optisch kann man mit Farbe Räume vergrößern oder verkleinern. Je nach Farbton nehmen wir sie als wärmer, wohliger oder kälter und distanzierter wahr. 

Auch exakt gleiche Temperaturen empfinden wir nur allein durch andere Farbgebungen unterschiedlich. Irre oder? 

Farben können atmosphärisch wirken, aber auch unsere Psyche beeinflussen. 

Diese Möglichkeit wird gerade im Marketing & Grafikdesign aufgegriffen – hier spielt Farbpsychologie eine sehr große Rolle. 

Selbständige, kleinere Unternehmen oder Start-Ups können sich gerade am Anfang kein externes Marketing leisten. Solche Designarbeiten werden zumeist in Eigenregie erledigt. In diesem Fall ist es durchaus lohnend, sich vorher mit Farben und deren Wirkung auf den Menschen zu beschäftigen.

Am Ende dieses Artikels wirst du Farben und Ihre Wirkung besser einschätzen und für dich und dein Unternehmen gewinnbringend einsetzen können. Bei jeder Farbe gibt´s außerdem die Rubrik „Gewusst?“ -  wissenswerte Infos, die du vielleicht sogar zum ersten Mal hörst (bzw. liest). 

 

Farben beeinflussen Gefühle & Verhalten, wecken aber auch Erwartungen 

Stell dir eine saftige, gelbe Zitrone vor! Und nun stelle dir eine saftige, blaue Zitrone vor. Ürgs, oder?! 

Unsere Wahrnehmung, unser Befinden, sogar unser Begehren nach etwas lässt sich durch Farben, Farbtöne oder auch Farbkombinationen beeinflussen. 

Farben werden ganz gezielt für Marketing, Produktdesign & -verpackung, sowie Unternehmens-Brandings (Logo, Website) benutzt. Mit zur Hilfenahme der Farbpsychologie kann eine Mission gezielt zum Kunden transportiert werden, eine gewollte Reaktion auslösen, als auch die Marke stärken.
 

Über 80% der Konsumenten gibt an, dass Farbe ein Hauptkriterium für ihren Kauf ist. Noch höher liegt die Rate bei Impulskäufen. Auch bei der Betrachtung von Unternehmenswebseiten klassifizieren Menschen unbewusst anhand der Farbgebung. Empfinden sie diese als unangenehm oder gar „ramschig“, werden siadie Seite nicht mehr aufrufen. 


Die geschickte Verwendung von Farben 

  • hat direkten Einfluss auf die Wahrnehmung eines Unternehmens auf die Zielgruppe 
  • lösen Stimmungen, Emotionen und Begehren aus 
  • bringen Menschen dazu etwas zu kaufen 

 

Nutze dieses Wissen! 

 

Farben und ihre Wirkung 

  • GELB 

Mit Gelb assoziiert man Licht, Wärme, gute Laune, Glück, Fröhlichkeit, Agilität, Offenheit, Energie, Spiritualität, Schönheit. Gold auch mit Qualität, Wert, Wohlstand 

Wirkung: belebend, positiv, anregend, anziehend, warm, stimmungsaufhellend, spannungslösend

Helle Gelbtöne wirken sonnig, heiter, energetisch. Dunklere Farbabstufungen werden oft verwendet, um etwas wertvoller & beständiger darzustellen oder einen antiken Look zu verleihen. 

Gewusst? Marienkäfer kommen gelb zur Welt. Erst wenn sich die Flügel gehärtet haben, verändert sich die Farbe. (Es gibt auch Käfer die gelb bleiben.)

 

  • ORANGE 

Mit Orange assoziiert man Freundlichkeit, Heiterkeit, Aktivität, Energie, Gesundheit, Vitalität, Humor, Verspieltheit, Veränderung (z.B. saisonal/Herbst), Wärme, Aufgeschlossenheit, Leichtigkeit, Bezahlbarkeit, Geselligkeit 

Wirkung: belebend, verspielt, aufheiternd, vitalisierend, aufgeschlossen, energetisch, wärmend, stimulierend, grell, günstig 

Orange regt Impulskäufe an, daher wird es gern für Discounts verwendet.

Gewusst? Kein deutsches Wort reimt sich auf „Orange“ 

 

  • ROSA 

Mit Rosa assoziiert man: Zärtlichkeit, Harmonie, Verspieltheit, Emotionalität, Höflichkeit, Zartheit, Charme, Sensibilität, Geborgenheit, Verliebtheit 

Wirkung: zart, verspielt, elegant, edel, weich, verträumt, gefühlsbetont, offen 

Rosa zieht Menschen an, die elegant-verspielt sind und das Leben genießen. Im Marketing wird Rosa gern verwendet, um Dinge als weich und flauschig hervorzuheben z.B. bei Weichspüler 

Gewusst? Die älteste, biologische Farbe der Welt ist: Rosa! Ein Produkt von Cyanobakterien, dem Anfang aller Lebewesen. Gefunden von Wissenschaftlern in Steinen unter dem Sand der Sahara. 

 

  • MAGENTA/PINK 

Mit Magenta assoziiert man: Gefühle, Impulse, Emotion, Energie, Aktivismus, Vertrauen, Genuss, Sinnlichkeit, Idealismus, Engagement 

Wirkung: aktivierend, erfrischend, stärkend, selbstbewusst, erheiternd, energetisch 

Magenta steht oft für Extravaganz und spezielle Betonungen. Größter Marketing-Clou: Die Deutsche Telekom hat die Farbe Magenta (RAL-4010) als Farbmarke registrieren lassen. Nur anhand der Farbe assoziieren Menschen mit Magenta sofort den Kommunikationsdienstleister. 

Gewusst? Das Wasser des Lake Hillier in Australien leuchtet pink. Der See liegt, umrandet von weißen Sandstränden, auf Middle Island. Das Rätsel der Pinkfärbung ist bis heute nicht endgültig gelöst. Forschen gehen davon aus, dass die Zusammensetzung von Nährstoffkonzentration und verschiedenen Bakterien Grund für die Farbe sind. Die Besonderheit: selbst wenn Wasser aus dem See entnommen und in ein Gefäß gegeben wird, bleibt es unverändert pink. 

 

  • ROT 

Mit Rot assoziiert man: Liebe, Leidenschaft, Emotion, Aktivität, Vertrauen, Dringlichkeit, Aufregung, Feuer, Tempo, Energie, Stärke, Aktionismus, Mut, Wille, Kraft 

Wirkung: belebend, aktivierend, anregend, energetisch, stärkend, temperamentvoll, lustvoll, emotional, wichtig, auffallend, inspirierend, stimulierend 

Rot hat die stärkste psychologische Wirkung. Rot bietet viele Möglichkeiten. Eine optisch aufwertende Kombination wird beispielsweise mit den Farben Marineblau, Grau oder Weiß erreicht. Dunkle Rottöne geben einen eleganten Touch und stehen für Reife und Eleganz. 

Eher negativ ausgelegte Assoziationen mit der Farbe Rot wie Aggressivität, Gefahr oder Kampflust können ebenfalls geschickt genutzt werden. Rot wird hier auf Plakaten bewusst als Unterstreichung eingesetzt, z.B. gefährliche Liebschaften, Actionfilme etc. 

Gewusst? In einer Tüte Gummibärchen ist ein Drittel rot, die anderen Farben nur zu je einem Sechstel vertreten. 

 

  • LILA/PURPUR 

Mit Lila/Purpur assoziiert man Kunst, Magie, Mystik, Romantik, Leidenschaft, Würde, Geistiges, Spiritualität, Kreativität, Eleganz, Individualität, Luxus, Reichtum 

Wirkung: elegant, anmutend, sanft, samtig, magisch, leidenschaftlich, edel, inspirierend, abgrenzend, individuell, kreativ, anregend, kraftvoll, aufwertend 

Während hellere Rottöne dafür eingesetzt werden energetisch oder auffallend zu wirken, werden dunklere Töne oft für luxuriöse Brands verwendet. 

Gewusst? 1902 wurde die lila Markenfarbe für "Milka" registriert. Die Abkürzung „Milka“ steht übrigens für „Milch“ und „Kakao“. Die Milka-Kuh erhielt ihre lila Färbung erst 1973. 


  • GRÜN 

Mit Grün assoziiert man: Vertrauen, Glück, Hoffnung, Natur, Umwelt, Balance, Harmonie, Beruhigung Gesundheit, Gelassenheit, Beharrlichkeit, Verlässlichkeit, Stärke, Stabilität, Sicherheit, Wohlstand, Erfolg, Wachstum. 

Wirkung: beruhigend, gelassen, rein, ausgleichend, harmonisierend, stärkend, stabilisierend, sanft, elegant, vertrauenerweckend, professionell, hochwertig 

Grün ist die Trendfarbe schlechthin. Leuchtende Grüntöne finden in anregenden, lebhaften Konzepten Anwendung, während dunklere Töne eleganter und professioneller wirken. Sie suggerieren Wohlstand, Wachstum & Stabilität. 
Grün soll Käufer laut Farbpsychologie auf sanfte Weise zu einer Kaufentscheidung bewegen. Genau wir rot, nur dezenter.

Gewusst? Die seltenste, natürliche Augenfarbe der Welt ist grün. Fast 90% der Erdbevölkerung haben braune Augen. 

 

  • BLAU 

Mit Blau assoziiert man Reinheit, Kälte, Frische/Erfrischung, Ruhe, Frieden, Himmlisches, Vertrauen, Sehnsucht, Weite, Freiheit, Ordnung, Pflichtbewusstsein, Klarheit, Politik, Medizin, Innovation, Fortschritt, Männlichkeit, Autorität, Stärke, Verlässlichkeit 

Wirkung: entspannend, erfrischend, kühlend, besänftigend, beruhigend, klar, harmonisierend, vertrauenerweckend, steril, stärkend, selbstbewusst, konservativ, korrekt, gediegen 

Blau ist die wohl facettenreichste Farbe: während laut Farbpsychologie Türkis und Marineblau Wohlgefühle bei Schnäppchenjägern auslöst, spricht Königsblau die eher impulsiven Käufer an 

Hellblau & Pastellblau sind für Baby- & Kinderartikel bestens geeignet,weil sie beruhigend und harmonisierend wirken. 
Dunklere Töne kommen hingegen bei den weniger emotionalen Themen wie Politik, Finanzen, Reinigungsdienstleistungen, Medizin und Wissenschaft zum Einsatz. Leuchtende Blautöne gelten als energetisch und erfrischend.

Blaugrün, Cyan oder Türkis sind gut geeignet für alles, was Offenheit, Kreativität, Einfallsreichtum und Innovation ausstrahlen soll. Aquamarin wird in der Psychologie für seine positive Wirkung bei Schockerlebnissen & Ängsten eingesetzt.

Gewusst? Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, soll rot-grün-blind sein und wählte deshalb als Unternehmensfarbe Blau. 

 

  • BRAUN 

Mit Braun assoziiert man Erde, Natürlichkeit, Gemütlichkeit, Verbundenheit, Werte, Verlässlichkeit, Familie, Geborgenheit,  Fruchtbarkeit, Wärme, Werte, Harmonie, Bodenständigkeit, Stabilität, Schutz 

Wirkung: wärmend, verbindend, konservativ, beruhigend, stabilisierend, erdend, vertrauenerweckend, familiär, stärkend

Während helle Farbnuancen durchaus modern und elegant wirken können, suggerieren dunklere Brauntöne eher einen rustikalen Eindruck. Daher wird dunkles Braun gern für Vintage-Looks benutzt und steht eher für männliche, schroffe Eigenschaften. 
Früher gern mit Schmutz/Dreck in Verbindung gebracht wird Braun heute, im Zuge des Umweltbewusstseins, deutlich positiver belegt. Es steht für Natürlichkeit, Nachhaltigkeit oder dass etwas organische Eigenschaften besitzt. 

Gewusst? Die „durchschnittliche“ Farbe aller bekannten Sterne wird als „Cosmic Latte“ bezeichnet - eine Art Beige 

NICHTFARBEN (unbunte Farben) 

Farbe entsteht durch Licht. 
Da Weiß Licht absorbiert („schluckt“) und Schwarz es reflektiert, das Licht also zurückwirft, sind beide nicht farbig. Grau ist unbunt und eine Abstufung von Schwarz und Weiß. 


  • SCHWARZ 

Mit Schwarz verbindet man Dunkelheit, Kraft, Stille, Besinnung, Ruhe, Tiefe, Kraft, Sicherheit, Eleganz, Mystik, Förmlichkeit, Luxus 

Wirkung: stärkend, feierlich, selbstbewusst, hochwertig, klar, schwer, verstärkend, betonend, beruhigend, besinnlich, solide 

Im Marketing wirkt Schwarz verstärkend und spricht impulsive Käufer an. Schwarz wird allerdings relativ sparsam verwendet, da die negative Belegung recht hoch ist. 

Im Design wird es benutzt, um eine elegante, mystische oder exzentrische Stimmung zu erzeugen oder um eine hohe Qualität zu suggerieren. 

Gewusst? Einer der größten Blackouts weltweit geschah im Juli 2012. Rund 620 Millionen Menschen in Indien waren 15 Stunden ohne Strom. Ursache waren Bundesstaaten, die mehr Strom zogen als ihnen zustand. Es war übrigens ein Montagmorgen. 

 

  • WEIß 

Mit Weiß assoziiert man Hochzeit, Wahrheit, Licht, Stille, Anfang, Eleganz, Frieden, Unschuld, Jugend, Einfachheit, Reinheit, Vollkommenheit, Güte, Überirdisches, Minimalismus, Symbolik/Religion, Medizin. 

Wirkung: rein, unschuldig, übersinnlich, jugendlich, geordnet, distanziert, elegant, klar, selbstbewusst 

Weiß wird gern verwendet, um minimalistische Designs oder Stimmungen zu erzeugen. Weiße Elemente wirken edel, klar und geordnet. 

Gewusst? Das Weiße Haus in Washington D.C. wurde mit Farbe gestrichen, die aus dem bayrischen Diedorf kommt. 

 

  • GRAU 

Mit Grau assoziiert man Zurückhaltung, Seriosität, Nachdenklichkeit, Perfektionismus, Formalität, Neutralität, Professionalität, Erfahrung, Sicherheit. 

Wirkung: formell, zurückhaltend, leise, gediegen, korrekt, genau, kompetent 

Fotografie ohne Grau? Unvorstellbar! Grau wird in Verbindung mit Weiß gern in Corporate Designs verwendet. 

Gewusst? Fifty Shades of Grey – das menschliche Auge kann jedoch nur 32 Grau-Abstufungen erkennen und unterscheiden.


Für sich allein gestellt sind Weiß, Grau & Schwarz eher unscheinbar. In Kombination mit Farben oder anderen Nichtfarben ergeben sich jedoch grandios wirkende Möglichkeiten.

Schwarz und Weiß beispielsweise können zusammen wundervolle Effekte erschaffen. Grau matched super mit pink oder gelb. In Kombi mit rot & marine wertet Weiß sofort auf und gibt einen maritimen Touch usw. 




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Effizient arbeiten: Gib deinen Job ab!  

(Lesezeit: 3 Minuten)


Provokativ oder? Ist aber ernst gemeint.

Natürlich meine ich damit nicht, dass du deinen Beruf an den Nagel hängen sollst.
Aber manchmal ist es schlauer, (Teil-)Arbeiten auszulagern um selber weiter zu kommen.

Das "A" im Bild steht also nicht für aufgeben, sondern für abgeben.

Beispiel: Du erhältst als Dienstleister die Anfrage, eine komplette Website mit mehreren Webseiten zu erstellen. Dazugehörig die Einbindung eines kleinen, technischen Gadgets. 
98% des Auftrages ist komplett dein Ding – lediglich diese Einbindung hast du noch nie gemacht. Zumindest nicht auf eine Art & Weise für die ein Kunde bezahlen würde.
Natürlich nimmst du den Auftrag an. Für die 2% "Nichtkönnen" muss halt eine Lösung her.

Überprüfe die Faktoren Zeit, Aufwand & Geld.

  • Zeit

Ist die Deadline kurz bemessen, würde es den Zeitplan in Gefahr bringen wenn du dich dran setzt und den fehlenden skill erst selbst erlernen musst. (Notier´ ihn dir aber für später. In die eigene Weiterbildung investieren ist wichtig, es bringt dich persönlich und fachlich weiter)

  • Aufwand

Du bist UnternehmerIn, also wählst du den direkten und effizienten Weg. Sich mühevoll einzulernen in eine Materie, die nicht dein Fachgebiet ist, kostet dich in diesem Fall zu viel Zeit. Diese Zeit kannst du  gewinnbringender in die Dinge investieren, in denen du Experte bist. Zum Beispiel die 98% des besagten Auftrages. Der Aufwand liegt in keinem Verhältnis, also lagerst du die 2% aus.

  • Geld

Zeit ist Geld. Um kosten- & ressourcenschonend zu bleiben, wählt man die Variante aus, die für beides eine möglichst positive Bilanz zieht. Dir sitzt die Deadline im Nacken, Teilbereiche des Auftrages treffen nicht deine Kernkompetenz und ein Einfuchsen würde zu viel Zeit verschlingen? Dann ist es aus unternehmerischer Sicht sogar äußerst smart outzusourcen.


Nutze dein Netzwerk und lager Teilaufträge aus!

Klar, jeder ist sich erstmal selbst der Nächste. Und ja, in seinem Umfeld mag man vielleicht der/die Beste sein. Es wäre jedoch vermessen zu behaupten, man wäre in ALLEM der Experte.

Es gibt so viele talentierte Menschen, die die Aufgaben ihres Kernbereiches mit geübter Hand 10x schneller erledigen als jemand, der diese Fähigkeit nicht besitzt.

Klug ist daher, wer sich von Anfang an ein gut sortiertes Netzwerk zuverlässiger und kompetenter Kontakte verschiedenster Bereiche aufbaut. Teilaufträge können dann rasch & unkompliziert ausgelagert, und die Arbeiten mit einem Höchstmaß an Effizienz rechtzeitig fertiggestellt werden. 

Ergo: Man kann & muss nicht in allem Experte sein. Mit dem richtigen Netzwerk kannst du bestimmte Arbeiten beruhigt auslagern und die Zeit für deine Kernkompetenz nutzen, mit der du letztlich dein Geld verdienst.

Unterstütze andere und sie werden auch dich unterstützen. 

Kleiner Tipp: 

  • Achte bei deiner Auswahl an Kooperationspartnern nicht nur auf Referenzen. Hör auf deine Intuition - man merkt relativ schnell, ob man auf einer Wellenlänge liegt. 
  • Die Größe spielt keine Rolle. Gib auch "Neulingen" eine Chance, sie werden es dir danken und dich gerne weiterempfehlen. Oftmals entstehen daraus ganz tolle, langfristige Partnerschaften auf die man zählen kann.

 
Letztlich zählt das Ergebnis: eine top Arbeit und ein glücklicher Kunde.

Dies auch mal mit Hilfe seines Netzwerkes zu schaffen und dabei den Gemeinschaftssinn zu stärken, ist eine wirksame und effiziente Kombination.

Selbständig ist eben doch mehr als selbst & ständig.



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Schreibe dein persönliches Manifest - finde Klarheit und erreiche deine Ziele

Ein Manifest ist "....eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten...*". Schon berühmte Persönlichkeiten wie Martin Luther King ("I Have a Dream") oder John F. Kennedy ("Man on the Moon") teilten dies in ihren Reden mit der Welt. Und auch die Bibel, die 10 Gebote sind Manifeste. 


Hast du ein besonderes Vorhaben? Möchtest du mehr Klarheit? Das Verfassen eines Manifests kann dich hervorragend dabei unterstützen! Es ist nämlich nichts anderes, als eine schriftliche Erklärung an dich selbst: deine Ziele, deine gewünschten oder bereits gelebten Leit- & Glaubenssätze.

Mit deinem persönlichen Manifest setzt du Leitplanken und hilfst dir dabei, deine Pläne fokussiert und motiviert umzusetzen.


Sicher kennst du den Spruch: ~ Achte auf deine Gedanken, sie könnten Realität werden ~
Dein persönliches Manifest hat genau diesen Effekt. Nutze ihn!

Denn durch das bewusste Auseinandersetzen und Schreiben setzt du deine Leit- & Glaubenssätze gleich in dein Unterbewusstsein fest. Der erste Schritt um aus Gedanken Realität werden zu lassen! Er wird dir Kraft und Energie verleihen - dein roter Faden zum Erfolg. 

Wie du deine persönliches Manifest schreibst, möchte ich dir hier näher bringen. Es ist eine Anregung - fühle dich vollkommen frei in der Umsetzung.

1. Der richtige Zeitpunkt

Laß dich von deinem Gefühl leiten, wann der richtige Moment ist loszulegen. Nimm dir ausreichend Zeit für dein Manifest. Mach es dir gemütlich, stell dir ausreichend trinken bereit.

2. Brainstorming
Es geht los! Schreibe nun alles auf, was auch immer dir für die folgende Punkte in den Sinn kommt. Achte nicht auf Zeichensetzung und Rechtschreibung. Die sind hier erstmal nebensächlich.  

  • Dich und deine Ziele sichtbar machen

Überlege, was dir persönlich wichtig ist - privat als auch beruflich. Was hat absolute Priorität für dich?
Liste alles auf, was dich als Mensch ausmacht. Wofür stehst du?  Wofür möchtest du stehen? Was möchtest du erreichen? Was möchtest du der Welt von dir zeigen? Schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt.
Beispiel: 

  • Ich bin ein kleiner Chaot - um mein Ziel X zu erreichen, muss ich lernen mich besser zu organisieren.
  • Pünklichkeit und Verlässlichkeit ist für mich ein Zeichen für Wertschätzung.
  • Ich bin ein sehr positiver Mensch, dies wird mir in schwierigeren Situationen helfen.
  • Mein Kind hat für mich absolute Priorität. Ich achte darauf, mir bewusst Zeit für meine Familie zu nehmen.


  • Glaubensfrage

Notiere alles, woran du unumstößlich glaubst (oder auch nicht). Warum glaubst du daran?
Beispiel:

  • Ich glaube daran, dass Gutes auch immer Gutes anzieht. 
  • Ich denke nicht, dass Egoismus mich weiter bringt. Ich glaube an die Kraft und Energie der Gemeinschaft. Das bedeutet: Ich unterstütze andere und lasse auch mich unterstützen, wenn ich Hilfe benötige.


  • Lieblingssprüche

Hast du bestimme Affirmationen oder Sprüche, die du total zutreffend findest? Hast du "deinen ultimativen" Lieblingsspruch? Welcher ist es? Warum ist er für dich wahr?
Beispiel:

  • "Vergleiche dich nicht mit anderen." Ich bin einzigartig und so einzigartig ist auch mein Leben und mein weiterer Weg. Es wird immer jemand geben, der schöner, reicher, erfolgreicher ist als ich. Aber das ist sein Leben. Ich kümmere mich um MEINEN Weg - meine Ziele und Prioritäten sind ganz andere. Daher ist nichts und niemand mit mir vergleichbar.


3. Verdichten
Schau dir nun deine gesammelten Notizen an. Hebe die für dich wichtigsten hervor, füge zusammen, streiche Dopplungen heraus. Verdichte, bessere Fehler aus und erstelle daraus das Wesentliche - DEIN Manifest.

4. In Form bringen
Dein Werk liegt vor dir - herzlichen Glückwunsch! Bringe es nun in eine für dich ansprechende, optische Form.
Entweder digital und bunt gemischt auf einer DIN A4 Seite, als Liste mit den für dich wichtigsten Punkten nach Priorität (z.B. deine Top Ten), zeichne dir ein Plakat, oder jede andere erdenklichen Form. Finde heraus, was zu dir passt und dir gefällt. Laß deiner Kreativität freien Lauf. Hänge dir dein Manifest schön gerahmt auf, lass es dir als Mousepad oder auf eine Tasse drucken. Wichtig ist, dass du deine Ziele & Werte stets vor Augen hast.

5. Feier dein Werk!
Jeder hat sein eigenes Tempo. Egal, ob du einen Abend, ein Wochenende oder mehrere Tage für dein Manifest benötigt hast: Sei stolz darauf! Du hast etwas großartiges und sehr wertvolles geschafft. Feier deinen Erfolg! Es ist ein bedeutender Schritt auf deinem Weg.

5. Ziele sind nicht starr
Deine Pläne, Einstellungen und Ziele sind nicht für ewig in Stein gemeißelt. Die Welt verändert sich und wir verändern uns mit. Überprüfe daher regelmäßig dein Manifest und passe es gegebenenfalls an deine aktuelle Situation an. So wird es dir stehts als Kompass deiner eigenen Landkarte dienen.

6. Sei sichtbar und erfolgreich
Wenn du ein Manifest für dich und dein Unternehmen erstellt hast, kannst du es mit deinen Geschäftspartnern teilen. So erfahren sie, wer du bist und was sie bei eurer Zusammenarbeit erwartet. Es macht dich für sie greifbarer und fördert euer partnerschaftliches Arbeiten auf Augenhöhe.

Ob beruflich oder privat: Am Ende hältst du ein ganz persönliches, einzigartiges Schriftstück in Händen.

Es zeigt deine innere Haltung, deinen persönlichen Auftrag. Es zeigt: Du führst ein selbstbestimmtes Leben mit ganz eigenen, individuellen Werten. Zeig DICH damit der Welt - fülle es mit Leben und du wirst genau das erreichen, was du dir gewünscht hast!


 


*Quelle: Wikipedia

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TIPPS, die deinen Alltag sofort schöner machen

Manchmal reichen schon kleine Dinge, um unser Leben etwas schöner zu gestalten.

Hier ein paar wirkungsvolle Anregungen, die du sofort umsetzen kannst, um dein Wohlbefinden zu steigern. Sie schenken dir neue Kraft und helfen dabei, dich entspannter, produktiver und besser zu fühlen. Probier´s einfach mal aus!

 

Setze auf die positive Wirkung der Natur

 

  • Hol dir die Natur nach Hause

Die Natur ist ein unglaublicher Kraftspender. Warum diese Energie nicht an den Ort holen, wo wir sie am meisten brauchen? Zu jeder Jahreszeit gibt es hübsche (Topf-) Blumen. Schlender doch mal wieder durch ein Gartencenter und gönn dir ein paar besonders schöne, die du dir z.B. auf deinen Schreibtisch stellst. Es fühlt sich sofort „cosy“ an. Die tollen Farben wirken inspirierend und beruhigend.

Ich persönlich kaufe & verschenke ungern Schnittblumen, weil ich es immer so schade finde, dass sie wegen mir abgeschnitten werden und dann so schnell verblühen (müssen).

 

  • Lausche den Klängen der Natur

Welches Naturgeräusch hörst du besonders gerne? Verbindest du es vielleicht mit einer besonders schönen Situation? Ob raschelnde Blätter im Wind, sich überschlagende Wellen oder zarte Regentropfen – jeder hat so „seine“ Lieblingstöne. Genau das kannst du nutzen um dich zu entspannen, einzuschlafen oder wieder einzunorden. 
Es gibt viele Möglichkeiten, von Meditations-App mit Naturgeräuschen bis hin zum Gerät, das dich sanft in den Schlaf führt.


  • Einmal lüften bitte

Abgesehen vom notwendigen Vitamin D Nachschub hilft dir Bewegung an der frischen Luft bestens dabei, dich neu zu sortieren, den Kopf freizukriegen und mal wieder durchzuatmen. Lass dich dabei ganz auf die Eindrücke ein, genieße ganz bewusst den Moment im hier und jetzt. Schalte ab! (ja, auch das Handy)


  • Cosy feelings

Auch wenn wir im Home-Office oder Büro arbeiten, können wir es uns doch trotzdem etwas heimeliger machen. Schöne Schreibutensilien, motivierende Sprüche, inspirierende Bilder an der Wand oder ein Foto, das positive Emotionen weckt. So lässt es sich gleich viel motivierter arbeiten.


  • Rock it Baby!

Auf Musik geh ich persönlich stimmungsmässig ja total ab! Das kann im Sekundenwechsel eine herzergreifende Schnulze sein, die mir Pipi in die Augen treibt und gleich danach ein ACDC Song, bei dem ich voll abrock. Musik löst sofort Emotionen aus. Mit Musik geht alles viel leichter von der Hand. Sie kann uns zu ganz neuen, kreativen Wegen führen. Hirn abschalten und drauf los dancen!


  • Stell auf stumm

Manchmal braucht man auch genau das Gegenteil. Wenn man – so wie ich – ein sehr hochsensibler Mensch ist, auf den Geräusche sehr störend wirken können, lohnt sich ein geräuschabschirmender Kopfhörer. Die meisten Eltern kennen diese blauen Kopfhörer von Kindergarten/Schule, oder weil ihr Kind sie selbst zur besseren Konzentration benötigt. Einfach mal auf mute drücken - wirkt tatsächlich Wunder.


  • It´s magic!

Es gibt ganz tolle Projektoren, die in dunkler Umgebung den schönsten Sternenhimmel unterschiedlichster Couleur an die Wände zaubert. Ich könnte ja stundenlang da liegen und das Farbspektakel beobachten. 
Zur Not kann man sich auch ganz oldfashioned diese selbsthaftenden Sternchen an die Decke kleben die nachts leuchten. 


  • Anker setzen

Gerade in sehr unruhigen Zeiten können kleine Rituale den notwendigen Halt geben. Ob der gemütliche Kaffee am Morgen, der kurze Mittagsspaziergang oder abends eine Folge deiner Lieblingsserie. Verlässliche Punkte am Tag setzen Anker in stürmischen Zeiten.

 

  • Laß dich inspirieren

Wenn dir mal wieder ganz dusselig vom Hamsterrad ist: Probiere Neues aus! Nimm dir z.B. für jede Woche etwas anderes vor. Das kann das Ausprobieren eines neuen Restaurants oder Rezeptes sein, das Erkunden anderer Stadtteile oder Parks am Sonntag, ein anderes Kino (Supermark etc.). Hauptsache neue Impulse!

Zum Schluß der beste Tipp: verwöhn dich und gönn dir selbst mal wieder etwas! Fahr über´s Wochenende mit deinen Madels weg, laß dich massieren,  geh shoppen, fahr mit deiner Family raus in die Natur.....TU DIR GUTES!


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MAMA-Biographie (tot den WauziWauzi Dinkelhonigtierchen)

~
„Julian Pascal – gib der Lara Marie auch eins von den Sandspielzeugen ab. Man muss auch teilen können!“ 

Bei diesem gehörten Satz feuern vorwitzige Clowns einen mega Confettiregen in mir ab und krümmen sich vor Lachen.

Derweil watschelt Julian Pascal pausbäckig an mir vorbei, strahlt mich mit seinen blauen Glupschaugen an als könne er kein Wässerchen trüben, holt eine grüne Plastikschaufel, watschelt zurück und haut sie der Lara Marie mit diabolischem Grinsen über den mit rosa Schleifen verzierten, blonden Flaumkopf.

Lara Marie reißt ihr noch fast zahnloses Mündchen auf um der Welt ihr Leid mitzuteilen. Julian Pascal steht mit astreiner „Ich? Ich hab doch nix gemacht!!“ Attitüde daneben.

Na toll, für meine ruhige Mittagspause auf einer von sonnengeküssten Bank wars das wohl. Blöd, wenn das Lieblingsplätzchen so nah an einem hochfrequentieren Kinderspielplatz liegt. Seufzend packe ich meine sieben Sachen zusammen und schüttel den Kopf.
Meine Güte, das war doch sowas von abzusehen. Einen knapp zweijährigen interessiert es einen feuchten Kehricht was andere haben oder nicht Hauptsache ER hat alles und die Welt dreht sich nur um ihn. Er ist Mamas Universum, danach hat sich alles zu richten und Punkt! Teilen…pffftt - Pustekuchen.

Ich mache mich auf den Weg zurück zur Arbeit, wohlweislich, dass ich jetzt nicht mit der – örtlich gesehen - zurückgebliebenen Mutter tauschen möchte die nun zum einen versucht Lara Marie´s aufgebrachte Mutter abzuwehren und zum anderen ihren Julian Pascal für diesen Fauxpas hinreichend maßregeln muss. 

Kein Dinkelhonigtierchen für die nächsten 2 Stunden ! Harte Geschütze werden aufgefahren.


Nicht, dass ich Kinder nicht mögen würde. Im Gegenteil. Ich habe selber eines. 


Mein Hauptproblem sind überwiegend die dazugehörigen Eltern. (Ausnahmen bilden Arschlochkinder, auch gerne in Kombination mit Arschlocheltern – ein Traum!).

Seit Anbeginn des Wissens über die Zellteilung in meinem Körper, dem Start eines absoluten Wunders, war mir klar, dass ich das Klischee der selbst-einkochenden-BIO-Brei-Mutti niemals werde bedienen können.

Meinem Kind war es scheiß egal, ob es mir einen gekauften HIPP oder einen salzarmen, geschmacksneutralen selbstgekochten BIO-Brei ins Gesicht spukte; es in einem selbstgeklöppeltem Hippie-Riesenschal umher getragen wurde oder in einem Baby Björn…so oder so brüllte es mir die Ohren taub. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Holzspielzeug Echtparkett definitiv ramponierter aussehen lässt als Plastik. Plastikspielzeug ist böse, ich weiß. So what, ich steh dazu.

In die Babykrabbelgruppe ging ich auch nur unter heftigem, wenn auch stillem Protest.

Der äußere Druck war einfach zu groß, die Situation damals noch zu unübersichtlich und neu für mich. 
Ich wußte es einfach nicht besser. Dieser Fehler unterlief mir nur ein einziges Mal. 

Sie hassten uns und wir sie. Wie zwei grüne Aliens traten wir für 90 Minuten in ihre Heiti-Teiti-Klatschlied-Bubu-Welt - und schnell wieder hinaus. Nein, das funktionierte alles nicht so für uns.

Verstörend war für andere Mütter wohl, dass ich mit meinem Kind in stinknormaler Sprache redete. Wenn ein Hund unseren Weg kreuzte, sagte ich „Schau, ein Hund“. Das war kein WauWau. Es gab auch keine MiezMiez oder sonstige Lautverniedlichungen. Ich benannte alles bei seinem Namen, wofür ich zunächst nur abschätzende Blicke erntete.

Bis mein Kind in den Kindergarten kam. In Vorschulzeiten war ich auf einmal die abgehobene, eingebildete Mutter, über die man sich das Maul vor lauter Neid zerfraß, weil mein Kind mit Abstand das mit dem ausgeprägtesten Sprachvermögen war. Ein sprachliches Genie sozusagen. Auch die Erzieherinnen reagierten irritiert.

Da sich mein Kind teilweise lieber mit Erwachsenen als mit den kleinen WauziWauzi-Kindern unterhielt, nannten sie das „auffällig“. Auffällig klug nannte ICH es. 

Nun, die Kluft zwischen mir und den „Normalos“ wurde immer größer.

Ihren Höhepunkt erreichte sie,  als ich zum Laternenumzug mit einer gekauften (!!!) und nicht mit einer selbstgebastelten Laterne auflief. Das war eindeutig zu viel! 
Auch meine lustig gemeinte Frage, ob es nicht einen kleinen Schuss in den BIO-Fruchtpunsch gäbe, lockerte die Atmosphäre am abschließenden Lagerfeuer nicht nochmal auf. 

Um viertel nach fünf nachmittags waren wir wieder daheim. Die Laterne landete in der Ecke, das Kind vor dem bösen Plastikspielzeug und der Schuss letztlich doch noch in meinem Glas. 

Prost!
~

 

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Öffnen meiner Schreibschatulle #2 - Kurzgeschichte

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